15. bis 17 Jahrhundert

Die Destillation kam in Schottland erst im 15. Jahrhundert auf. 1495 erfolgte eine gesetzliche Neufassung der Destillationsvorschriften samt Steuersenkung wodurch es mehr legale Brennereinen gab. 1505 erhielt die Baderzunft der Chirurgen und Barbiere von Edinburgh das Herstellungsmonopol für Edinburgh. Dieses Monopol wurde durch das Royal College of Surgeons in Edinburgh kontrolliert, vor allem deshalb weil dem Whisky medizinische Eigenschaften nachgesagt wurden (Einsatz gegen Koliken, Lähmungen, Pocken etc). Erste Erwähnung der Bader bereits 1497 durch Einnahmen von neun Shilling für aqua vitae. Bald schon gab es die ersten Verletzungen dieses Monopols durch Schwarzbrennereien. Anfangs wurden alle Getreidesorten verwendet, Malz gibt es ab dem 16. Jahrhundert. 1579 beschränkt ein schottisches Gesetz die Herstellung von aqua vitae durch Ernteausfälle wegen Missernten. Es war nur die Eigenproduktion für Earls und Lords erlaubt. 1590 erster Export von aqua vitae nach Irland. 1603 Legalisierung des Whiskybrennens auf den Inseln durch die Statuten von Iona. 1618 Haig gründet eine Destillerie in Sterlingshire. 1644 Besteuerung der strong waters (aqua vitae) mit 13 Pence pro Pint durch das schottische Parlament, um den Krieg Oliver Chromwells zu finanzieren. Diese Steuer wurde von den Brennern ausnahmslos missachtet und aufgrund der fehlenden Straßen, fehlte es auch an der Durchsetzbarkeit der Steuereintreiber. 1670 ist Ferintosh von Duncan Forbes auf der Black Isle die erste offiziell erwähnte Destillerie. Aufgrund einer Plünderung 1689 erhielt er das Privileg für etwa 22 Pfund jährlich Alkohol brennen zu dürfen. Dieses Privileg galt 95 Jahre bis 1784 und 1760 produzierte man fast zwei Drittel des gesamten legal hergestellten Whisky mit etwa 400.000 l/Jahr und einem Gewinn von 18.000 Pfund /Jahr, was heute zirka 2 Mio. Pfund entspräche. 1688 erster Versuch der Besteuerung nach dem Alkoholgehalt.