19. Jahrhundert

1814 verbot in den Highlands von Brennblasen <500 Gallonen. 1814 eröffnet Matthew Gloag seinen Laden in Perth. 1816 Messung des Alkoholgehaltes mit Hydrometer und Abschaffung der Hochlandlinie mit einer neuen Mindestbrennblasengröße von nun 40 Gallonen. 14.000 Razzien und Verurteilungen durch Steuereinnehmer 1820. 1820 eröffnet John Walker sein Geschäft in Kilmarnock. King George IV trug bei seinem Besuch 1822 in Edinburgh zur Volksbelustigung einen Kilt und verlangte Whisky aus dem Livettal. Der 4.Duke of Gordon als größter Landbesitzer ermöglichte 1823 eine offizielle Lizenz für 10 Pfund nach dem Excise Act unter dem Vorsitz von Lord Wallis. Neben einer Mindestbrennblasenkapazität größer 40 Gallonen erlaubte man die zollfreie Lagerung sowie einen breiten Export, womit die Grundlagen der modernen Whiskyindustrie geschaffen wurden. Zu Beginn des viktorianischen Zeitalters war der gesamte Whisky Maltwhisky und bis 1825 steigt die Zahl der legalen Brennereien auf 329. 1826 erfindet Robert Stein Mitglied aus der Haigfamilie die patent still, die zuerst mit ungemälzter Gerste beschickt wurde (heute verwendet man Mais). Eine verbesserte Ausführung wurde durch Aeneas Coffey 1830/1831 entwickelt und zwar mit einem Rektifier und einem Analyzer. 1827 gründet George Ballantines seinen Laden in Edinburgh, 1830 eröffnet William Teachers seinen Laden in Glasgow. 1836 wird die erste Coffey Still in der Grange Destillerie in Alloa installiert. 1839 gründet James Chivas seine Handelsfirma in Aberdeen. Ab 1845 setzt sich der Flaschenverkauf durch, da Glas durch die fehlende Steuer billiger wurde. Ab 1845 darf durch ein neues Gesetz auch in die Kolonien exportiert werden. 1846 macht sich John Dewar als Spirituosenhändler in Perth selbständig, 1847 wird Charles Mackinlay & Co gegründet und 1851 wird Arthur Bell Teilhaber in einer Firma. Leith ist die Urheimat des Blending, das 1853 noch Vatting genannt wird und offiziell gestattet ist. 1860 bringt Andrew Usher seinen Old Vatted Glenlivet und damit den ersten Blend auf den Markt.

Durch die Reblauskatastrophe, der Phylloxera, erfolgte der Aufstieg des Whisky in England und der Zusammenbruch des Brandy Marktes. 1860 wird Verschneiden unter Zollverschluss erlaubt, 1863 verwendet Dewar erstmals Papieretiketten. 1867 Alexander Walkers schräges Etikett wird als Markenzeichen eingetragen. 1872 publiziert Arzt Charles Cameron die schlimmen Pantschereien im Whisky in der North British Daily Mail. 1877 wird die DCL durch von Port Dundas-Carsebridge-Cameron Bridge-Glenochil-Cambus- und Kirkliston zwecks Vermeidung eines Handelskrieges gegründet. 1879 lässt Gordon Graham & Co die Black Bottle registrieren, 1880 etabliert sich Johnnie Walker in London. 1882 wird Whyte&Mackay als Marke registriert, 1882/83 kreiert William Sanderson den VAT 69. Mitte der 1880er kreiert Peter Mackie den White Horse und 1885 übernehmen Arthur Bells Söhne das Geschäft. 1885 nimmt der Fiskus 14 Mio. Pfund an Steuern ein, dies ist genauso viel wie kurz vor dem ersten Weltkrieg. 1887 Gründung der Highland Destillers und Alfred Barnard beginnt seine berühmte Brennereireise, aus der eines der bedeutendsten Standartwerke entsteht. 1890 wurde unter Sir Lionel Playfair auch Blended Whisky als Whisky und Scotch bezeichnet. 1893 wird Dimple von Haig eingetragen. 1894 stellt Gloag den THE Grouse Brand vor, der ab 1900 The famous Grouse heißt. 1899 bricht durch den Konkurs von Pattison der gesamte Markt in sich zusammen.