Vorzeit

Niemand weiß genau wann die Destillation nach Schottland kam. Wahrscheinlich wurde sie im mittleren Osten entwickelt (Alexandria um 900 n. Chr. mit Sicherheit, möglicherweise in Ägypten bis 3000 v. Chr.). Alkohol kommt aus Arabischen. Im Mittelalter gab es bereits Studien der Alchimisten, die Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft hat heute noch Gültigkeit. Als Vater des Destillation gilt Arnold de Villa Nova, ein maurischer Gelehrter aus Avignon und Montpellier. Erste Brennspuren eines Alkohols in Schottland fand man 1986 auf der Insel Rum, wo bereits vor 6000 Jahren ein alkoholähnliches Getränk gebrannt wurde. St. Columbanus oder auch St. Patrick aus Irland brachte angeblich die Destillationskunst nach Schottland. Die ersten Orte wo Whisky in Schottland hergestellt wurde dürften Islay und Campeltown sein.

Whisky entstand durch Abwandlung von uisge beathe (stammt lt. Scotch Whisky Association von den Kelten ab) und usque baugh wahrscheinlich im 12 Jht durch die Soldaten des englischen Königs Heinrich II zu usky und wusky im etwa 17. Jahrhundert (1609 Erwähnung von uisge auf einer Beerdigung eines Clansführers). Um 1715 wurde daraus Whiskie wobei das Wort WHISKY erstmals 1736 auftaucht. Frühester dokumentierter Anhaltspunkt ist 1494 wo Friar John Corr, ein Benediktinermönch der Lindores Abbey aus Fife, acht Boll Malz zur Produktion von aquavitae aus den Speichern des Königs erhielt. Daraus entstanden etwa 1500 Flaschen Whisky. Die förmliche Anerkennung des Wortes Whisky erfolgte 1755 durch Aufnahme in das Wörterbuch des schottenfeindlichen Dr. Samuel Johnson (usquebaugh = vermischtes aromatisiertes Destillat). Durch Vereinigung von Schottland und England 1707 wurde Whisky zum Nationalbegriff der Schotten.

Es begann alles als Farmbrennereien im jahreszeitlichen Zyklus - Saat, Ernte, lagerfähiges Getreide aus Überschüssen wurde destilliert zum Tauschen und Verkaufen. Die Herstellung erfolgte jahrhundertelang nach der Gerstenernte im September zwischen Oktober und Mai, wobei auch heute noch die Sommerpausen gelten. Grund ist die bessere Kontrollierbarkeit der Hefe in den kühlen Monaten. Die Nebenprodukte werden auch heute noch als Viehfutter verwendet da das Heu sehr wenig Nährstoffe enthält.