Der Wiederaufbau nach dem Hochwasser

Nachdem der erste Schock über das Jahrhunderthochwasser in Österreich verdaut ist, starteten wir bereits vorige Woche mit den ersten Sanierungsmaßnahmen. Dank der Hilfe von Herrn Toni Richter, Cafetier in Wien, und Herrn Dr. Gerhard Witzmann, Zahnarzt in Wien, konnten wir mit den zur Verfügung gestellten Entfeuchtungsgeräten bereits mehr als 200 Liter Wasser aus den Wänden und Möbeln herausbringen. Durch diese Maßnahme konnte die Beschädigung vor allem bei den Möbeln insoweit stabilisiert werden, dass kein weiteres Verziehen mehr festzustellen ist. An einigen Stellen haben wir eine Wanderung der Möbel von mehr als 2 Zentimetern. Diese Kästen werden wahrscheinlich neu gemacht werden müssen, da vor allem die Stabilität wenn die Flaschen einmal drinnen stehen, nicht mehr gegeben sein dürfte. Ansonsten sind alle Kastentüren und Verblendungen zu erneuern, da hier das Wasser den meisten Schaden angerichtet hat.

Nach Abschluss der Entfeuchtung in ein bis zwei Wochen starten wir sofort mit der Erneuerung der entsprechenden Teile. Das Material wurde bereits bestellt, der Tischler steht in den Startlöchern und wir warten eigentlich nur noch auf eine trockenere Atmosphäre. Sobald der Tischler seine Sache erledigt hat, geht es sofort ans Boden legen und an die Überarbeitung der Elektrik, um das Gesamtbild wieder zusammenfügen zu können. Zu guter Letzt wird die Placierung der Flaschen samt Dekoration zwar einiges an Zeit beanspruchen, doch dies stellt dann sicherlich schon die angenehmste Arbeit dar, da das Licht am Ende des Tunnels damit fast erreicht ist.

Gott sei Dank ist der Schaden nun etwa mit der Hälfte des ursprünglichen Wertes zu beziffern, doch dies sind immerhin auch noch zwischen Eur 5.000,-- und 7.000,--. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass laut Aussage eines unserer Nationalratsabgeordneten angeblich der Katastrophenfond für diesen Schaden nicht zuständig ist, da einerseits keine Existenzgefährdung vorliegt und andererseits „Luxusgüter“ nicht gefördert werden. Soviel zum Thema öffentlich zugängliches Museum. Mit anderen Worten darfst du den Leuten Freude bereiten, Wissen vermitteln und das Risiko tragen, da wenn etwas passiert der Schwarze Peter auf jeden Fall bei dir hängen bleibt. Jeder erhält 20% egal ob Privatperson oder Firma, nur „Luxusgüter“ und so sieht man anscheinend unsere Museum erhalten nichts. Wenn Kultur nun zum Luxus wird kann ich nur eines sagen: Es lebe die Politik und Kultur in dieser unserer Alpenrepublik!!!

Dank der bereits eingegangenen Spenden von Familie Witzmann und Familie Ernst Kühböck sen. in Höhe von EUR 1.000,-- sowie dem aufgrund der regen Beteiligung und der unvorstellbaren Großzügigkeit der Unterstützer vorhersehbaren Erlös der Charity Auktion auf www.whisky.de , wird das Museum seinen Betrieb hoffentlich Ende September wieder aufnehmen können. Ohne Eure Unterstützung hätten wir diesen Neustart möglicherweise nicht so schnell geschafft und dafür gebührt Euch allen unser größter Dank. Wir haben daher beschlossen alle Spender und Unterstützer zu einer „Nacht des Whiskymuseums“ einzuladen, um uns auch bei Euch entsprechend bedanken zu können. Der Termin wird voraussichtlich Mitte bis Ende Oktober liegen – also nichts vornehmen. Details folgen in Kürze.