Maischen

Das Maischen schließt die Umwandlung von Stärke in gärfähigen Zucker ab. Malt Whisky wird nicht gekocht sondern nur gemaischt, das heißt mit warmen Wasser vermischt, um allen Zucker aus dem Getreide heraus­zulösen. Zuerst wird das gemahlene Getreide in einer Maischmaschine mit warmen Wasser versetzt, dabei werden Riesenmoleküle wie Stärke, Proteine und Zellu­lose soweit aufgespalten, dass sie in Wasser löslich sind und der maximale Anteil extrahiert werden kann. Das Einmaischen aktiviert die Enzyme, vor allem die Amy­lase, das die Stärke in Maltose umwandelt.

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Danach wird die Maische in den Maischebottich, der Großteils aus Gusseisen besteht und einen Deckel zur Wärmerückhaltung hat, gefüllt und nach 20 Minuten beginnen Rührrechen zu rotieren, um eine bestmögliche Homogenisierung zu gewährleis­ten. Die Maische wird immer süßer, wobei drei Haupt­zucker und 47 sonstige Zuckerarten entstehen. Die süße Lösung, die sogenannte Würze, kann durch den ge­schlitzten Boden ablaufen. Diese Lauterbottiche wurden erstmals bei Tomatin eingesetzt. Die Größe des Maischbottichs richtet sich nach der Größe des Gärbehälters.

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nach Malzart wird die Restmaische noch etwa zwei bis drei mal mit Wasser aufgefüllt, um wirklich allen Zucker herauslösen zu können. Die letzte Lösung dient als Ausgangslösung für die nächste Maische, da sie nur noch etwa 1% Zucker enthält. Die warme Würze läuft durch den underback in einen Wärmetauscher wo sie auf etwa 18-24° abgekühlt wird, da ohne Kühlung sich die Maltose zersetzen würde und die Hefen bei der an­schließenden Gärung absterben. Der Maischerückstand, der draff, wird als Viehfutter an lokale Farmer ver­kauft.

 
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