Highlands

Highland Whisky ist weich und rauchig, trocken und leicht torfig, Northern Highlands sind erdig, blumig, duftig und pikant, erfrischend kräftig, bittersüß und gut abgerundet sowie leicht salzig. Sie verdanken dies dem krümeligen Torf. Bis auf Glen Ord, die 3 km vom Meer entfernt ist, liegen alle Northern Highland Destillerien an der Küste. Sehr alte Destillerien in Inverness hießen Ballackarse, Phopochy, Polnach und Torrich. Bereits 1550 ernannte der Magistrat von Inverness offizielle Verkoster, um die Qualität des Whiskys zu kosten. Gegenüber auf der Black Isle stand die Brennerei Ferintosh, welche 1689 von Jakobitern geplündert wurde. 1893-1926 übernahm dann Ben Wyvis bei Dingwall den Namen Ferintosh.

Die Zentralhighlands erstrecken sich von Glengoyne am Südende nordwärts bis Blair Atholl und Edradour sowie bis zu Dalwhinnie im Norden. Diese Whiskys wurden früher als Perthshiremalts bezeichnet, sind leichter im Körper, mit duftiger Süße und trockenem Abgang. Von den in Summe 128 Destillerien, die im zentralen Hochland gebaut wurden, wurden alle bis auf neun vor 1840 gegründet und nur noch fünf davon existieren heute noch nämlich, Glenturret, Blair Atholl, Tullibardine, Glengoyne und Edradour. Sie waren alle ursprünglich bäuerliche Kleinbrennereien.

Das östliche Hochland umfasst die Grafschaften Forfarshire und Aberdeenshire, sie sind mittelschwer bis schwer im Körper, weich und süßlich, mit meist trockenem Abgang. Insgesamt existierten 76 Brennereien wobei zwischen 1825 und 1830 etwa 36 Destillerien erbaut wurden. Derzeit sind fast alle Destillerien in Forfarshire geschlossen oder stillgelegt, derzeit produziert nur noch Old Fettercairn in dieser Region. Aberdeenshire Brennereien sind Royal Lochnagar, Glen Garioch, Ardmore, Glen Dronach, in Aberdeen selbst lagen Bon Accord (1855-1910), Strathdee (1821-1938) und Devanha (1820-1915). Banks o Dee wurde bereits 1825 von Schmugglern niedergebrannt.

Im westlichen Hochland gab es laut Scotch Whisky Industry Record nur 28 Brennereien, neun Destillerien lagen am Forth Clyde, drei bei Ardrishaig, drei bei Tarbert und je eine in Dunoon, Sandbank und Ardincaple. Heute existieren noch Oban und Ben Nevis.

Die Whiskys der Inseln sind trocken, torfig, algig, jodig, pfeffrig oder medizinisch, Orkneywhiskys sind sehr heidetönig. Die erste Erwähnung einer Inselbrennerei findet sich bereits 1609 in den Statuten von Iona, wo den Bewohnern das Brennen aber nicht das Importieren von aqua vitae erlaubt wird. Es gab überhaupt nur 22 Destillerien auf den Inseln die je eine Lizenz hatten. Längst stillgelegt sind 2 auf Bute, eine auf Arran und eine auf Jura, zwei auf Tiree, sieben auf Skye und neun auf Orkney. Die Schwierigkeit beim Brennen auf den Inseln war einerseits der teure Import von Gerste aufgrund der kargen Böden und die Einfuhr von Kohle als Brennstoff.