Islay

Islay Whisky sind doppelt scharf vom Torf und vom Meer mit einem besonderen Seetangaroma. Islay besteht zum größten Teil aus Torf, manchmal wird das torfige Wasser beim Mälzen zum Einweichen verwendet. Das Wasser aus der Wasserleitung sei so torfig, dass es wie Whisky schmecke (=Islaywitz). Wenn man mit der Fähre auf Islay ankommt sieht man vier Destillerien: Ardbeg, Lagavulin, Laphroig und Port Ellen. Die Südseite erzeugt salzigere Whiskys. Islay hat etwa 4000 Bewohner, bereits seit Steinzeit siedelten hier die Gälen, Pikten und später auch die Norweger. Im 15 Jahrhundert war sie Sitz des Herrn der Inseln, 1614 wurde sie von den MacDonalds verkauft und 1727 erwarb Daniel Campbell für 9000 Pfund die Insel, die dann 125 Jahre seiner Familie gehörte und das Brennereigewerbe förderte, Speziell Walter Frederick Campbell trug zum Aufbau von einem Dutzend Destillerien bei. 1794 klagte der Priester von Kildalton dass in der Höhle von Oa riesige Mengen an Whisky hergestellt würden und damit das Böse überall sei. 1841 bestellte das Königshaus ein Fass besten Islay Mountain Dew bei Campbell of Shawfield, der einen 21 Jahre alten Cragabus (damals angeblich der beste Malt der Insel) enthielt. Die Hauptmoore bedecken über 16000 Morgen und der Torf ist dunkelbraun bis fast schwarz. Islay ist möglicherweise die Wiege der Destillation in Schottland.