Speyside

Die Whiskyregion Speyside ist eigenständig und erstreckt sich zwischen dem Loch Ness, dem Moray Firth, den Grampian Mountains und der Nordsee. Sie wird von den Flüssen Findhorn und Deveron begrenzt und ist zwischen Inverness und Aberdeen etwa 130 km breit. Das Hauptproduktionsgebiet ist 32 km lang und 50 km breit, die Zentren sind Elgin (gilt als das Zentrum der Whiskyherstellung des Speysidebezirkes), Rothes, Dufftown und Keith. Die wichtigsten Flüsse sind der Findhorn, Lossie, Spey, Fiddich, Dullan, Boogie und Deveron. Es kommt der Eigencharakter des Malzes zur Geltung, man bezeichnet sie auch als die komplexesten aller Whiskys. Sie sind elegant fruchtige erstklassige Malts mit generell süßen Esternoten, ausgeglichen mit hübscher torfiger Rauchigkeit aus sehr leicht getorftem Malz hergestellt mit zarter Subtilität und leichter als die Hochlandwhiskys. Etwa 50 Brennereien liegen hier. Vor 1824 gab es nur zwei „offizielle“ Destillerien hier nämlich Strathisla 1786 gegründet und Dalvey bei Grantown o Spey (von 1798-1824). Acht Destillerien die aus bäuerlichem Nebenbetrieb entstanden sind heute noch in Betrieb und dies sind Aberlour, Cardhu, Glenlivet, Linkwood, Macallan, Miltonduff, Mortlach, Glenburgie und Balmenach. 1840 erfolgte die nächste Bauphase mit Glen Grant, Glenfarclas, Dailuaine und Dufftown. Zwischen 1886 und 1899 wurden in der Zeit des Whiskybooms 23 Destillerien gebaut, die auch heute noch produzieren. Zwischen 1958 und 1975 wurden weitere 10 Destillerien gebaut. Der Spey entspringt südlich und westlich der Cairngorms (1245m) wobei keine Destillerie ihr Wasser aus dem Spey direkt bezieht. Das Glen des Livet ist das Herzland von Speyside und die Gegend des Livet entspricht dem der Grande Champagne. Etwa 20 Brennereien fühlen oder fühlten sich dem Livet nahe, aber nur drei bis vier sind dem Livet wirklich zuordenbar. 1860 nannten sich sogar 50 km entfernte Destillerien Glenlivet.


Bezüglich der Feineinteilung unterscheidet man:

Findhorn WhiskysTomatin, Dallas Dhu, Benromach und Glenburgie (Glencraig)
Lossie WhiskysLinkwood, Glenlossie, Mannochmore, Coleburn, Benriach, Glen Moray, Miltonduff (mit Mosstowie), Longmorn und Glen Elgin. Der Lossie ist einer der kürzesten Flüsse und fließt durch ein Gerstenhauptanbaugebiet wobei auch Elgin an seinen Ufern liegt.
Oberer SpeyDalwhinnie, Speyside, Balmenach, Tormore, Cragganmore
Unterer SpeyGlenfarclas, Dailluaine, Benrinnes, Aberlour, Glenallaichie, Craiggelaichie, Glentauchers, Auchroisk, Inchgower, Knockando, Tamdhu, Cardhu, Imperial, Macallan, in Rothes Speyburn, Glen Spey, Caperdonich, Glen Grant (erste Lizenz in Rothes 1840), Glen Rothes. Der Spey ist der zweitgrößte Fluss Schottlands und entspringt im Loch Spey beim Corrieyairach Forrest in den Mondliath Mountains. Er bildet bei Grantown den Abschnitt Strathspey.
Livet WhiskysGlenlivet, Braeval, Tamnavulin, Tomintoul, wobei nur Tamnavulin und Glenlivet am Fluss liegen.
Fiddich und Dullan Whiskys in Dufftown (Ort 1817 von James Duff gegründet, hier fließen Fiddich und Dullan zusammen): Glenfiddich, Balvenie, Convalmore, Glendullan, Pittyvaich, Dufftown und Mortlach sowie im Tal Allt a Bhainne. Die ursprünglich bekannten seven stills waren Glenfiddich, Balvenie, Convalmore, Parkmore (1931 geschlossen), Dufftown, Mortlach und Glendullan (alle zwischen 1823 und 1898 gegründet). 1975 kam Pittyvaich und 1992 Kininvie dazu.
Strathisla Whiskysin Keith Strathisla, Strathmill, und Glen Keith sowie Aultmore und Knockdhu im Tal. In Keith wird Alkohol bereits sei 1208 registriert, 1786 baute man die erste Brennerei.
Bogie und Deveron Whiskys Ardmore, Glendronach, Banff, Macduff (Whisky heißt Glendeveron) und Glenglassaugh