Glenlivet

1822 war König Georg IV in Edinburgh auf Besuch und wollte nur Whisky aus dem Livettal. George Smiths Fa­milie unterstützte Bonnie Prince Charlie und musste da­her den Namen von Gow auf Smith ändern. 1824 be­kommt George Smith, als Schwarzbrenner bekannt und auch Pächter des Duke of Gordon, die erste legale Bren­nereilizenz nach dem Gesetz von 1823. Eigene Whiskyregion durch Anfügen des Suffix Glenli­vet etwa ab 1850, war Whisky aus dem Glen Livet in England ein Gütesiegel. Gefahr und Neid winkten durch die anderen Schwarzbrenner, daher trug Smith immer zwei Pistolen mit sich herum. Sein Vater war im „Ge­schäft" bereits seit 1747 tätig gewesen. Der Whisky wurde bereits ab 1830 von Usher in Edinburgh vertrie­ben. Smith brannte zuerst in Drumin, dann in Delnabo, 1858 ging er nach Minmore auf seine Farm und baute dort mit seinem Sohn John Gordon die jetzige Brennerei auf. Ließ sich bereits 1870 den Namen Glenlivet als Han­delsmarke schützen wobei George und sein Sohn John Gordon nach London reisten und die Eintragung in die Wege leiteten. Bereits 1880 wurde das berühmte THE erstritten, wobei Glenlivet an einen anderen Destillerie­namen anghängt werden durfte. Bis 1953 in Familienbe­sitz fusionierte man dann mit Grants zu The Glenlivet & Glen Grant Destilleries Ltd. 1970 Zusammenschluss mit Longmorn, 1977 Verkauf der Gruppe an Seagram, ge­hört sie heute Pernod Ricard. Seit 1978 gibt es ein Besu­cherzentrum im früheren Gerstenlager mit etwa 80.000 Besucher pro Jahr. Ein Drittel des Malt wird in Sherry­holz gelagert. Der Whisky wurde in der 1920ern mit Dampfwagen zur nächsten Eisenbahn gefahren. Das Wasser kommt aus Josies Well mit harten und weichen Quellen. Speyside Malt.

 
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